Schon gewusst

Freitag, 22. Juli 2011

Ölpest in China

In der Bohai-Bucht in China droht eine neue Ölpest. Hintergründe hierzu und welche Maßnahmen in Betracht kommen, um dem Öl Herr zu werden, könnt ihr im folgenden Beitrag vom 20 Juli 2011 hören...sr_program_2011_07_20_17_55_01 (mp3, 8,127 KB)

Mittwoch, 21. Januar 2009

Der Gömböc

F:
Indische Sternschildkröten können etwas, das andere Schildkröten nicht können. Falls sie irgendwie auf dem Rücken landen, rollen sie sich zur Seite und kommen wieder in die ursprüngliche Lage, also mit dem Bauch nach unten. Und das ohne Anstrengungen und Bewegung der Beine. Die meisten anderen Schildkrötenarten müssen sich nämlich gewaltig anstrengen, um von der Rückenlage in die Bauchlage zu kommen. Wie ist das denn möglich, dass die indische Sternschildkröte das schafft, ohne jegliche Anstrengung?

A:
Das liegt an der besonderen Form ihres Panzers. Der hat nämlich die Form eines Gömböc. So bezeichnen die Mathematiker einen dreidimensionalen Körper, der genau einen stabilen Gleichgewichtspunkt und einen instabilen Gleichgewichtspunkt hat. Das heißt letztendlich egal wie ich den Körper hinstelle, er kommt allein durch seine Form immer in eine Grundlage zurück.

F:
Wie kommt es denn, dass man einen solchen Körper Gömböc nennt?

A:
So haben ihn wohl seine beiden Entdecker benannt. Entdeckt wurde der besondere Körper nämlich von den ungarischen Mathematiker Gábor Domokos und Péter Várkonyi. Ja und Gömb ist ungarisch und bedeutet Kugel. Und der Körper Gömböc ist ja auch Kugelförmig. Deswegen dann auch der Name. Es ist übrigens noch gar nicht lange her,dass die beiden Ungarn den Körper Gömböc gefunden haben. Das war vor 2 Jahren.

F:
Oh, das ist wirklich noch nicht so lange, wos doch schon Kreise, Dreiecke und anderer Körper seit n paar tausend jahren gibt. Wie haben die beiden Mathematiker Gömböc denn entdeckt?

A:
Also man muss sagen, dass die beiden konkret nach einem solchen Körper geforscht haben. In der Mathematik war es lange Zeit unklar, ob es einen solchen Körper überhaupt geben kann. Den Anstoß nach dem Körper zu suchen bekam Gábor Domokos schon 1995 auf einer Konferenz vom russischen Mathematiker Vladimir Arnold. Zusammen mit seinem Kollegen Péter Várkonyi zeichnete und forschte er und, bis er ihn dann vor zwei Jahren entdeckte. Und all das ohne aufwendige Computermodelle.

F:
Und Gábor Domokos war dann auch derjenige, der herausgefunden hat, dass der Panzer der indischen Sternschildkröte ein Gömböc ist.

A:
Genau. Zwei Jahre hat er sich Schildkröten angeschaut und Modelle ihres Panzers gemacht. Gefürchtet war er schon von den Wärter ungarischer Tier- und Zoohandlungen. Die sahen das gar nicht gern, wenn er die Schildkröten auf den Rücken legte und schaute, ob sie 's auch ohne Beine auf die Bauchlage schaffen.

F:
Na, die armen Schildkröten. Naja, zum Glück hat das Leid der Schildkröten ja jetzt ein Ende, nachdem nun entdeckt wurde, dass der Panzer der indischen Sternschildkröte ein Gömböc ist. Holger Wintermayr informierte über den besonderen dreidimensionalen Körper Gömböc.

Freitag, 19. Dezember 2008

EQ - Emotionale Intelligenz

Der EQ - nicht zu verwechseln mit dem IQ - beschreibt nicht nur das blosse Vorhanden sein von Gefühlen wie Trauer, sondern eher, wie der Mensch mit seinen Gefühlen umgeht. Dabei werden verschiedene Aspekte betrachtet. So zum Beispiel, wie du dich motivieren kannst oder auch wem du vertrauen kannst.
Allerdings gibt es die Definition des EQs noch gar nicht so lange, erst seit 20 Jahren und deshalb sind sich die Psychologen noch unsicher, wie sie denn den EQ genau definieren sollen.

Gemessen wird der EQ mit Hilfe von verschiedenen Tests, wobei es zwar Fragen gibt, die sich aber nicht auf Logik oder Mathematik beziehen, sondern eher das Verhalten in bestimmten Situationen prüfen.
Eine kostenlosen Selbsttest gibt es auf

http://www.topos-online.at/html-texte/eq.htm

Aber nicht nur durch Fragen , sondern auch zum Beispiel Wahrnehmungen bezüglich emotionaler Ausdrücke in Gesichtern oder Empfinden von Emotionen in Designs gehören zu den Testmöglichkeiten. Eine weitere Frage wäre, inwieweit der Mensch in der Lage ist, seine Emotionen zur Unterstützung seiner anderen Fähigkeiten einzusetzen.

Jedoch gibt es einen Hacken an dieser Geschichte:
Wie wird definiert, welches emotionale Verhalten bei einer fiktiven Situation als "intelligent" anzusehen ist, wenn wir beim EQ schon von emotionaler Intelligenz reden?

Eine Beschäftigung mit dieser Thematik lohnt sich auf jeden Fall, da in dieser Wissenschaft nach allgemeiner Überzeugung ein großes Potential steckt um sich letztendlich selbst besser kennen zu lernen, und vor allem mit diesem Wissen sein Leben zu gestalten.
Allerdings ist gerade bei kostenlosen Internettests Vorsicht angebracht, damit unsereins nicht böse überrascht wird von irgendwelchen Kosten. Auch das gehört zu emotionaler Intelligenz.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Windkraft speichern - aber wie?

Windkraftanlagen haben ein naheliegendes Problem: Strom gibt’s nur, wenn der Wind bläst. Und das Wetter richtet sich nun einmal nicht nach dem Energiebedarf. Was also machen, wenn zu Spitzenverbrauchszeiten Flaute herrscht? Oder, fast noch ein größeres Problem für die modernen Windmüller, der Sturm in der Nacht tobt und eine Netzüberlastung droht? Genau aus diesem Grunde sind Windkraftanlagen zur Abdeckung der Grundlast ungeeignet.
Wie schön wäre es da, wenn man den Strom der Windkraftwerke speichern könnte. Man erzeugt den Strom, wenn es draussen bläst und gibt ihn ab, wenn in Deutschlands Haushalten gekocht wird.
Die amerikanische Firma General Compression hat da eine Lösung: Am Windrad werden anstatt eines Generators Kompressoren eingebaut. Die dort erzeugte Druckluft mit 100 Bar wird dann in einen unterirdischen Tank gepumpt...und dort wartet sie dann auf den Zeitpunkt, an dem sie gebraucht wird. Bis zu einem Monat lang!
Dieses Windspeicherkraftwerk gibt es bislang allerdings nur auf dem Papier.
Im nächsten Jahr soll die erste Anlage gebaut werden, ab 2011 will man in die Serienproduktion gehen.

Ein Druckluftspeicherkraftwerk steht bereits auf deutschem Boden, das bislang einzige in Europa. Im niedersächsischen Huntorf steht die Anlage, die vor allem das benachbarte Atomkraftwerk unterstützt.
Einen Zusatzeffekt gibt es übrigens im Druckluftspeicherkraftwerk. Bei der Kompression von Luft entsteht schliesslich Wärme, auf mehr als 600 Grad Celsius steigt die Temperatur dann an. Diese Wärme soll der Druckluft entzogen und separat gespeichert werden. Denn man braucht sie auch nachher wieder: Denn wenn die Luft dann gebraucht wird und der Druck abgelassen wird, kühlt sie sich wieder ab und dann könnten ansonsten Ventile vereisen.

Wenn solche Kraftwerke nach Ausreifung auch recht effizient betrieben werden können, so sind sie doch auch teuer in der Herstellung.
Eine andere Idee, die Energie zu speichern, hat darum Prof. Dirk Uwe Sauer von der RWTH. Sein potentieller Energiespeicher ist das Hybridauto. Wenn es am Netz hängt, fungiert es als Speicher. Herrscht gerade Stromüberschuß, wird geladen. Bei Strommangel kann das Fahrzeug wieder Energie abgeben. Damit dies funktioniert, müssen aber erst noch die Lithium-Akkus ausgereift werden. Laut Prof. Sauer würde es schon reichen, wenn nur 10% der Autos in Deutschland mit diesem Hybridantrieb ausgestattet sind.

Peter Schwarz

Mittwoch, 16. Januar 2008

Schneller und rationeller Lesen

Kaum jemand, der studiert, kommt ums Lesen rum!
Viele viele Seiten gilt es da zu verschlingen und oft ist es nicht gerade leichte Kost, kein Lesevergnügen.
Und so muss sich der Student durch Tausende Seiten von Texten quälen...das dauert Tage, Wochen, Monate.
Dabei kann man doch das Schnellesen erlernen. Bis über 2000 Wörter pro Minute können manche Menschen auf diese Art und Weise erfassen. Doch eignet sich diese Methode wirklich, um Stoff für die Uni zu büffeln. Lohnt sich gar ein Schnell-Lese-Training?
Bedingt, könnte man sagen. Sicher ist es ganz witzig und manchmal vielleicht praktisch, ein Buch durchblättern zu können wie der Android Data auf Raumschiff Enterprise.
Viel wichtiger bei Sachtexten ist es aber, Inhalte zu verstehen und aus der Menge an Textflut die Essenz herauszugreifen und im geschriebenen Wort auch Antworten auf die gegebenen Fragestellungen zu finden.

Einige Tipps zum effizienteren Lesen (und Lernen) findet ihr
hier
sowie
auf dieser Seite

Und hier
gibt es einen Vortrag, der sich kritisch mit dem Schnellesen beschäftigt.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Die Grenzen der Selbstkontrolle

Habt ihr schon mal versucht gleichzeitig euch in eurer Klausurenphase auf den Lernstoff zu konzentrieren und nebenbei abzunehmen und mit dem Rauchen aufzuhören? Wahrscheinlich habt ihr schnell gemerkt, das mindestens eine der Vorhaben geplatzt sind. Wie funktioniert die Selbstkontrolle des Menschen? Forscher aus Deutschland und Kanada sind der Sache auf den Grund gegangen und die Ursache im Gehirn lokalisiert. Dabei fanden sie heraus, das der Mensch sich nur begrenzt selbstbeherrschen kann wenn er gleichzeitig emotional belastet ist und sich anschließend konzentrieren muss. Deshalb sollte man ja auch nicht kurz nach einem Wutanfall Auto fahren. Und wo genau verliert das Gehirn die Kontrolle unter emotionaler Belastung? Im Frontalllappen. Dieser vordere obere Bereich des Gehirns kann in so einer Situation nicht mehr rechtzeitig gegensteuern. Und wie genau sah das Experiment der Forscher aus : sie zeigten zwei Gruppen einen Tierdokumentarfilm über Tiermisshandlung - die eine Gruppe durfte ihre Emotionen rauslassen, die andere Gruppe musste die Emotionen unterdrücken. Danach sollten beide Gruppen einen Konzentrationstest durchführen. Die Gruppe, die die Emotionen unterdrücken mussten, also die Selbstbeherrschung bewahren mussten, schnitten im Konzentrationstest anschließend deutlich schlechter ab als die andere Gruppe. Das Gehirn schafft es demzufolge also nur schwer, viele Aufgaben nacheinander mit einem hohen Maß an Selbstkontrolle anzugehen. Also unser Tipp : überfordert euch nicht, und wenn dann nur mit einer Sache.

Mittwoch, 22. August 2007

70er-Special: 30 Jahre Raumsonde Voyager

In den 60er-Jahren, als der Mensch auf dem Mond landete, erschien eine Mission bis hin zum über 4 Milliarden Kilometer entfernten Planeten Neptun noch als absolute Science-fiction. Doch zehn Jahre später, Ende der 70er-Jahre ergab sich eine einzigartige Gelegenheit, die sich nur alle 175 Jahre auftut. Die vier großen Gasplaneten unseres Sonnensystems, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun stehen so, daß sie mit einem einzigen Flug nacheinander erreicht werden können. So kann die Raumsonde durch die Gravitationskraft der Planeten beim Vorbeiflug Schwung holen und zum nächsten weiterdüsen. Mit dieser raffinierten Methode verkürzt sich die Reise zum fernen Neptun von dreißig auf nur noch zwölf Jahre! Und so wurden sie dann hinauskatapultiert, die beiden Voyager-Sonden, mit einer vier Meter großen Parabolantenne, mit dem achteckigen Ring, in dem sich die zentralen Instrumente befanden und zahlreichen Auslegern, bestückt mit Meßinstrumenten und sogar einer Fernsehkamera. Die Computer mit einem Arbeitsspeicher von ganzen 32 Kilobyte muten aus heutiger Sicht vorsintflutlich an. So mußte ein Tonbandgerät eingebaut werden, auf dem die Daten zwischengespeichert wurden, dabei vibrierte dann das ganze Raumschiff!
Am 20. August vor 30 Jahren war es dann soweit, die Voyager2-Sonde startete als erste der beiden, eine kleine Panne ließ sich in den Griff bekommen. 16 Tage später wurde die Schwestersonde Voyager1 ins All befördert. Seitdem reisen die Sonden mit einer Geschwindigkeit von etwa 17 Kilometern pro Sekunde ins All hinaus. Nachdem weitere kleine Probleme gelöst wurden, gab es zum Beginn des Jahres 1979 das erste Voyagerbild vom Jupiter. Ein riesengroßes Sturmgebiet, der mittlerweile berühmte rote Fleck, wurde untersucht. Als kleine Überraschung erwiesen sich seine fünf Monde, auf einem entdeckte man Vulkane. Danach ging es weiter zum Saturn. Der berühmte Ringplanet wurde 1982 erreicht, und sein Ringsystem war viel komplexer und beeindruckender, als man es sich vorgestellt hatte. Besonderes Interesse hatte man aber an dem Saturnmond Titan, der als einziger seiner Art eine Athmosphäre besitzt, die ähnlich jener der Erde in ihren frühen Tagen schien. Auch die Planeten Uranus und Neptun, über die man aufgrund ihrer großen Distanz zu Erde nur sehr wenig wusste, hatten einige Überraschungen parat, im Jahr 1989 schienen die Voyager-Sonden ihre Hauptmission erfüllt zu haben. Doch ihre Reise geht unaufhaltsam weiter. Bilder gibt es keine mehr, aber Daten funken sie noch mindestens 13 Jahre lang zur Erde, aus den tiefen des Weltraums, vor knapp drei Jahren haben sie die Grenze unseres Sonnensystems erreicht. Irgendwo zwischen den Sternbildern Herkules und Schlangenträger befinden sie sich momentan. Und falls sie dort draussen irgendwann mal jemand finden sollte, dann gibt es noch diese berühmte goldene Platte, die zahlreiche Informationen über die Erde und ihre Bewohner enthält. Finden würde er dann Grußbotschaften in 60 Sprachen, 90 Minuten Musik und Alltagsgeräusche von Lebewesen - darunter das Freudengeschrei von Kindern oder der Gesang von Buckelwalen Ein Gruß ins All...einer bis dahin vermutlich längst vergangenen Zivilisation.
Peter Schwarz

Linksammlung:
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/872468
Eine gute Kurzzusammenfassung über die Voyager-Mission

http://www.meta-evolutions.de/pages/artikel-19991221-voyager-mission.html
etwas ausführlicher mit einigen Bildern

http://voyager.jpl.nasa.gov/
die offizielle Seite der NASA

http://www.youtube.com/watch?v=2pfwY2TNehw
ein kleiner Film, der unter anderem unseren Planeten aus der Sicht der Raumsonde zeigt

Europas größter Campus bald in Aachen

Campus hier – Campus da. Während das geplante Campusareal mit einer Sperrung des Templergrabens für den Autoverkehr auf nicht viel Gegenliebe bei den ansässigen Händlern stößt, kann sich die RWTH im Bereich Melaten frei entfalten. Dort sollen in den nächsten zehn Jahren Infrastruktur und Gebäude im Wert von 750 Millionen Euro entstehen. Mit einer Gesamtfläche von 27 Hektar hätte Aachen dann den größten Campus Europas! 10.000 neue Arbeitsplätze sollen dort, zwischen der Feuerwache Nord und dem Klinikum, wo jetzt noch Grün sprießt, entstehen.
Durch Bildung von mindestens zwölf sogenannten Clustern zwischen Instituten und Firmen soll eine direkte Kooperation ermöglicht werden. Interesse von verschiedenen europäischen Firmen besteht bereits. Dabei gibt es strenge Auswahlkriterien für die Firmen, sie müssen sich beispielsweise an Forschungsvorhaben der TH beteiligen und sich auch in die Lehre einbeziehen lassen. Die RWTH möchte so Aachen zu einem führenden europäischen Wissenschafts- und Technologiestandort machen. Acht Jahre wird es aber noch mindestens dauern, bis der neue Campus fertiggestellt ist. Ab 2009 sollen die Bagger anrücken.

Mittwoch, 15. August 2007

MATSE - mathematisch-technischer Softwareentwickler neu in Aachen

Was sind die Vorteile zum Beispiel gegenüber dem Mathematisch-technischen Assistenten?
--> Das besondere der Ausbildung zum mathematisch-technischen Softwareentwickler MATSE ist, das der Beruf einen höheren Praxisanteil hat und mehr Projektarbeit fördert, also kurz : es ist ein dualer Ausbildungsberuf. Außerdem wollen die Ausbildungsleiter von MATSE Schwerpunkte auf die Kompetenzen der Programmierung und Mathematik legen.

Wenn ich mich für den Beruf des MATSE interessiere, was muss ich mitbringen?
--> Ein sehr gutes Matheverständnis und Spaß am logischen Denken, außerdem Teamfähigkeit und gute Englischkenntnisse. Programmierung ist laut der Ausbildungsleiter keine Voraussetzung, da das Programmieren selbst gelehrt wird.

Mehr Infos zum neuen Ausbildungsberuf MATSE – also mathematisch-technischer Softwareentwickler auf http://www.matse-ausbildung.de

[aus der Sendung vom 15.August 2007]

Gähnen ist ansteckend - nur nicht für Autisten

– das behaupten jedenfalls japanische und britische Wissenschaftler an einer Universität in London. Sie führten eine Studie durch bei der sie autistischen und gesunden Kindern im Alter von 7-16 Jahren Videofilme über gähnenden Menschen zeigten. Dabei ließen sich die autistischen Kinder überhaupt nicht vom Gähnen der Schauspieler anstecken, im Gegensatz zu den gesunden Kindern. Der Grund sei nach Forschermeinung, das Autisten sich aufgrund ihrer Erkrankung schwieriger in andere Personen hineinversetzen können und daher das Gähnen anderer Menschen schwieriger imitieren können.
Allerdings kann man so einige Kritikpunkte noch an der Studie äußern :
1. könnte man aus der Studie schließen, das sich alle Menschen mit weniger Einfühlungsvermögen - also auch gesunde – nicht von gähnenden Menschen anstecken lassen.
2. muss man beachten, das Autisten sich nach wissenschaftlicher Meinung bei einem Gespräch mehr auf den Mund des gegenübers konzentrieren als auf die Augenpartie – aber gerade die Augenpartie sei eigentlich der wichtigste Auslöser für das ansteckende Gähnen.
3. muss ausgeschlossen werden, das nicht einfach ein bestimmtes Geflecht aus Nervenzellen, das sogenannte „Spiegelneuronensystem“ defekt ist – mit diesen Nervenzellen zieht der Mensch nämlich Bewegungen und Aktionen nach und lernt daraus – und wenn diese Nervenzellen defekt sind, kann der Mensch eben keine Aktionen wie gähnen nachahmen.
Sich von anderen gähnenden Lebewesen anstecken zu lassen sei übrigens ausschließlich typisch für Menschen, Schimpansen und eventuell noch Stummelschwanzmakaken.

[aus der Sendung vom 15.August 2007]
Quelle : www.wissenschaft.de

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