Schon gewusst

Mittwoch, 15. August 2007

Maul - und Klauenseuche - schon gewusst?

Die Maul und Klauenseuche (MKS) sorgt in Großbritannien erneut für Aufsehen. Nach der Epidemie im Februar 2001 ist es jetzt 6 Jahre später erneut zu Ausbrüchen gekommen.
Wir haben für euch die wohl am häufigsten gestellten Fragen zusammengestellt :

Welche Tiere sind gefährdet MKS zu bekommen?

- Eigentlich nur Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen sowie auch Rehe und Hirsche, allerdings können sich auch Ratten, Igel und Elefanten infizieren. Pferde übrigens nicht.

Wie erkenne ich die Maul- und Klauenseuche?
- die Zeichen der Krankheit sind zum Beispiel Bläschen an den Klauen, Fieber, Fressunlust, Versiegen der Milch und Lahmheit

Wie wird die Maul- und Klauenseuche übertragen?

- Das Virus wird durch direkten Kontakt der Tiere untereinander, durch Futter und durch Milch übertragen.
Transportieren können das Virus der Mensch und auch Haustiere können das Virus transportieren, aber auch zum Beispiel der Wind. Hinzu kommt, daß die Viren sehr langlebig sindWenn ein Tier infiziert ist, dauert es zwischen zwei und 18 Tagen, bis die Krankheit zum Ausbruch kommt.

Ist die Maul- und Klauenseuche heilbar?
- Nein, die Seuche ist nicht heilbar und das Virus tötet etwa drei bis vier Prozent der befallenen erwachsenen Tiere.
Jungtiere sind besonders gefährdet, wenn sie unter einem halben Jahr alt sind dann liegt die Sterblichkeitsrate mitunter bei 100 Prozent.

Was muss ich machen wenn meine Tiere MKS haben?

--> Du müsstest direkt deinen ganzen landwirtschaftlichen Betrieb sperren. Wenn du Schafe hast, lässt du sie am besten vorsorglich keulen und lässt Proben der Tiere auf die Krankheit untersuchen. Außerdem muss ein Sperrbezirk von mindestens drei Kilometern Umkreis eingerichtet werden und weitere Tiertransporte von deinem Betrieb verboten werden.

Kann man seine Tiere vor der MKS schützen?
--> Im Prinzip könnte man die Tiere zwar vorsorglich impfen, aber es sprechen viele Gründe dagegen : zum einen gibt es soviele Varianten des Virus (etwa 60), das eine Impfung gegen einen Typen nicht ausreichend schützen würde - und gegen alle diese Varianten kann man ein Tier nicht gleichzeitig impfen. Daher hat die EU die auch wirtschaftlich fragwürdige vorbeugende Impfung 1991 eingestellt.

Kann das nicht jeder für sich entscheiden, ob er in seinem landwirtschaflichen Betrieb seine Tiere impfen lässt?
--> Nein, es ist sogar verboten in der EU mit geimpften Tieren zu handeln. Denn durch eine Impfung produzieren die Tiere gegen den Impfstoff Antikörper, die den Antikörpern schon erkrankter Tiere gleichen. So kann man in der klinischen Diagnostik dann nicht mehr zwischen geimpften und erkrankten Tieren unterscheiden - abgesehen von den sichtbaren Symptomen.

Ist der Mensch auch gefährdet an MKS zu erkranken?
--> In sehr seltenen Fällen können sich Menschen bei infizierten Tieren anstecken, aber nach Expertenmeinung ist die MKS für den Menschen eigentlich ungefährlich.

[aus der Sendung vom 8. August 2007]

Körperwärme als Energieersatz?

Die Rede ist in letzter Zeit häufiger von alternativen Energien. Wie wäre es jedoch die natürliche Körperwärme einmal zur Energiegewinnung zu nutzen?
Das dachten sich Forscher vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen und erarbeiten neue Energiegewinnungsmethoden zusammen mit ihren Kollegen von den Fraunhofer-Instituten für Physikalische Messtechnik IPM, für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM.

Das Prinzip : Mithilfe von thermoelektrischen Generatoren, kurz TEG, aus Halbleiterelementen könnte man aus Körperwärme elektrische Energie allein aus der Temperaturdifferenz zwischen heißer und kalter Umgebung gewinnen.

Das Problem ist jedoch, dass normalerweise Unterschiede von mehreren zehn Grad notwendig sind, um ausreichend Strom erzeugen zu können. Und die Unterschiede zwischen der Außentemperatur des Körpers und seiner Umgebung betragen nur wenige Grad. So können nur bis zu etwa 200 Millivolt Energie gewonnen werden - aber für elektronische Geräte braucht man mindestens 1-2 Volt.
Die Lösung : Die Forscher entwickelten Schaltungen, die mit den 200 Milivolt auskommen da Bauteile einfach neu kombiniert wurden.

Ein Lichtblick wäre auch, dass man Energie auch an anderen Orten von Temperaturdifferenzen als am menschlichen Körper nutzen könnte : zum Beispiel an Heizungen zur Kalkulation der Heizkosten, beim Transport gekühlter Güter zur Überwachung der Kühlkette oder in Klimaanlagen.

Ach wäre das ein Traum, wenn irgendwann Handys einfach ohne Akku funktionieren würden, nur über die Körperwärme schwitziger Handyhände ;-)

[aus der Sendung vom 8. August 2007]

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