Mittwoch, 21. Januar 2009

Der Gömböc

F:
Indische Sternschildkröten können etwas, das andere Schildkröten nicht können. Falls sie irgendwie auf dem Rücken landen, rollen sie sich zur Seite und kommen wieder in die ursprüngliche Lage, also mit dem Bauch nach unten. Und das ohne Anstrengungen und Bewegung der Beine. Die meisten anderen Schildkrötenarten müssen sich nämlich gewaltig anstrengen, um von der Rückenlage in die Bauchlage zu kommen. Wie ist das denn möglich, dass die indische Sternschildkröte das schafft, ohne jegliche Anstrengung?

A:
Das liegt an der besonderen Form ihres Panzers. Der hat nämlich die Form eines Gömböc. So bezeichnen die Mathematiker einen dreidimensionalen Körper, der genau einen stabilen Gleichgewichtspunkt und einen instabilen Gleichgewichtspunkt hat. Das heißt letztendlich egal wie ich den Körper hinstelle, er kommt allein durch seine Form immer in eine Grundlage zurück.

F:
Wie kommt es denn, dass man einen solchen Körper Gömböc nennt?

A:
So haben ihn wohl seine beiden Entdecker benannt. Entdeckt wurde der besondere Körper nämlich von den ungarischen Mathematiker Gábor Domokos und Péter Várkonyi. Ja und Gömb ist ungarisch und bedeutet Kugel. Und der Körper Gömböc ist ja auch Kugelförmig. Deswegen dann auch der Name. Es ist übrigens noch gar nicht lange her,dass die beiden Ungarn den Körper Gömböc gefunden haben. Das war vor 2 Jahren.

F:
Oh, das ist wirklich noch nicht so lange, wos doch schon Kreise, Dreiecke und anderer Körper seit n paar tausend jahren gibt. Wie haben die beiden Mathematiker Gömböc denn entdeckt?

A:
Also man muss sagen, dass die beiden konkret nach einem solchen Körper geforscht haben. In der Mathematik war es lange Zeit unklar, ob es einen solchen Körper überhaupt geben kann. Den Anstoß nach dem Körper zu suchen bekam Gábor Domokos schon 1995 auf einer Konferenz vom russischen Mathematiker Vladimir Arnold. Zusammen mit seinem Kollegen Péter Várkonyi zeichnete und forschte er und, bis er ihn dann vor zwei Jahren entdeckte. Und all das ohne aufwendige Computermodelle.

F:
Und Gábor Domokos war dann auch derjenige, der herausgefunden hat, dass der Panzer der indischen Sternschildkröte ein Gömböc ist.

A:
Genau. Zwei Jahre hat er sich Schildkröten angeschaut und Modelle ihres Panzers gemacht. Gefürchtet war er schon von den Wärter ungarischer Tier- und Zoohandlungen. Die sahen das gar nicht gern, wenn er die Schildkröten auf den Rücken legte und schaute, ob sie 's auch ohne Beine auf die Bauchlage schaffen.

F:
Na, die armen Schildkröten. Naja, zum Glück hat das Leid der Schildkröten ja jetzt ein Ende, nachdem nun entdeckt wurde, dass der Panzer der indischen Sternschildkröte ein Gömböc ist. Holger Wintermayr informierte über den besonderen dreidimensionalen Körper Gömböc.

Sonntag, 11. Januar 2009

Festungen

Wusstet ihr eigentlich, dass ich aus Jülich komme ?
Nun ja, es ist ein kleines Provinznest zwischen Aachen und Köln. Aber ich sage euch, dass Jülich etwas ganz Besonderes ist. Damit meine ich jetzt nicht eine Art Heimatstolz, nein...habt ihr euch Jülich schon mal von der Luft angeschaut? Oder zumindest auf irgendwelchen Strassenkarten?
Wenn nicht, dann wird es aber höchste Zeit. Warum? Weil Jülich eine alte Festung ist. Auf einer Karte von Jülich werdet ihr schnell ein viereckiges " Etwas" finden. Richtig, was heute unter Namen wie Zitadelle oder Brückenkopfpark bekannt ist, war früher moderne Baukunst. Aber ich sag euch eins : Jülich ist noch harmlos mit seinem Viereck in der Mitte. Nehmen wir zum Beispiel das niederländische Örtchen Naarden.
Ein Blick von oben hat mich schon ziemlich überrascht. Die Stadt...oder vielmehr die Bastion sieht aus, wie mehrere kunstvoll übereinander gelegte Sterne.
Die Zacken sind grün, und das Ganze ist von einem Blau umgeben. Also einem Wassergraben. Oder wie wäre es mit Wülzburg : Ein großer Stern mitten auf einem Hügel. Luftfotos von solchen Festungen sehen gigantisch aus, und zum ersten mal weiß ich, warum so viele Menschen von der Renaissance schwärmen....weil in dieser Zeit diese Bauten von französischen und italienischen Architekten entworfen wurden...
Wenn ihr euch mal solche Bastionen und Festungen anschauen wollt, oder mal interessante Infos dazu lesen wollt, dann schaut unter den folgenden lLinks nach :

http://www.clausewitz.com/CWZHOME/VomKriege/Book6.htm

Und hier ein paar Luftaufnahmen :

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Fortbourtange.jpg&filetimestamp=20051210130005

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Naarden_kl.JPG

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Juelich-Zitadelle-Urentwurfsmodell-1545.jpg&filetimestamp=20041220113325

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Spandau_Zitadelle.png&filetimestamp=20070320142945

( Tobias Schlubach für "www Tipps" )

Mittwoch, 7. Januar 2009

Pflanzlicher Salzspeicher erhöht Fruchtbarkeit im Boden

In enger Zusammenarbeit haben pakistanische und amerikanische Forscher einen Weg gefunden, auch salzreiche Böden wie zum Beispiel in Nähe von Meeren für die Landwirtschaft urbar zu machen. In abwechselnden Reihen pflanzten sie eine Hirse-Verwandte (Panicum turgidum) und eine sogenannte Sode (Suaeda fruticosa) an. Soden sind sukkulente Pflanzen, die sich durch ihre hohe Resistenz sowie Affinität gegenüber Salz auszeichnen. Diese Soden entziehen nun dem Grundwasser das Salz, was das Wachstum des Grases zulässt. Das Gras lässt sich hervorragend als alternatives Futtermittel für Rinder verwenden. Und aus der Sode gewinnt man nach Verbrennen der Pflanzenteile Soda (Natriumcarbonat), welches Einsatz in der Seifen und Waschmittelherstellung findet.

Quelle: http://umwelt.scienceticker.info/2008/12/16/pflanzenduo-macht-salzige-boeden-fruchtbar/#more-245

Elmar Mertens

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Übergewicht genetisch bedingt

Durch Gentests an mehr als 90 000 Menschen stellten Wissenschaftler fest, dass Übergewicht zahlreiche genetisch bedingte Ursachen haben kann. Die Forscher konnten durch ihre Analyse sechs Genvarianten lokalisieren, die bei übergewichtigen Menschen besonders häufig vorkommen. Überraschend betreffen fünf dieser mutierten Gene den Hypothalamus, das ist eines der wichtigsten Steuerzentren des Gehirns. Diese haben also mit dem Fettgewebe nichts zu tun. Die gefundenen Genvariationen prägen das Genom eines Menschen und führen zu einem Verlust von etwa 45.000 Basenpaaren. Die Forscher nehmen an, dass diese Veränderung des Erbguts zumindest teilweise für die Fettleibigkeit verantwortlich sein könnte. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass manche Menschen einfach dazu programmiert sind, zu viel zu essen.

Holger Wintermayr

Sonntag, 7. Dezember 2008

STOP MALARIA NOW!


Stop Malaria Now

STOP MALARIA NOW! ist eine afrikanisch-europäische Kampagne, die sich als Nichtregierungsorganisation und von der EU kofinanziert dafür einsetzt, dass die Krankheit Malaria mehr Aufmerksamkeit unter Politikern und in den Medien erlangt. Unsere Redakteurin Lilian Masuhr interviewte die Projektkoordinatorin von STOP MALARIA NOW!, Antje Mangelsdorf, und die Praktikantin Judith Wehr für HippoCampus. Mehr Infos über die Kampagne findet ihr unter: www.stopmalarianow.org Wenn ihr die Kampagne unterstützen wollt, klickt auf: Ihr Gesicht gegen Malaria

Mittwoch, 5. November 2008

Als Frau in der Informatik

Die RWTH Aachen hat im Rahmen der Exzellenzinitiative eine neue Juniorprofessorin in der Informatik, Frau Erika Abraham, eingestellt. Unsere Redakteurin Lilian Masuhr traf Frau Professor Abraham und sprach mit ihr darüber, wie es für eine Frau ist in der Informatik zu arbeiten.

--> zum Nachhören : Interview

Party zur Präsidentschaftswahl der USA im Institut für Politische Wissenschaften

Anlässlich der Wahl des künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Barrack Obama, wurde im Institut für Politische Wissenschaften eine zünftige Wahlparty veranstaltet. Bei typisch amerikanischem Fastfood und verschiedenen Beiträgen wurde das Wahlergebnis informativ und tiefgründig aufgearbeitet. Hochschulradio Aachen war mit Elmar Mertens vor Ort.

--> zum Nachhören : Wahlparty Obama Aachen

Donnerstag, 20. März 2008

Wie die Werbung uns beeinflusst

Tagtäglich sind wir von Werbung umgeben. Sie blinkt uns im Internet an und schimmert über die Mattscheibe.
Doch welchen Einfluss hat die Werbung auf uns Menschen eigentlich? Wie schaffen die Werber es uns ihre Produkte zu verkaufen? Unser Reporter Holger Weist recherchierte...

--> zum Nachhören : Werbungspsychologie

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Zuletzt aktualisiert: 20. Aug, 21:40

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