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Lil - 4. Aug, 12:35
Ein internationales Team an Wissenschaftlern nahm erstmals eine Karte der Großhirnrinde im Gehirn in sehr hoher Auflösung auf. Die Karte zeigt Verschaltungen der Nervenfasern im Bereich der Großhirnrinde. Das Forscherteam um Patric Hagmann von der Universität Lausanne fand eine Art zentrale Schaltstelle in der Großhirnrinde, die beide Gehirnhälften verknüpft.
Um so eine hoch auflösende Karte des Gehirns zeichnen zu können, verfeinerten die Forscher die bisherige Methode zur Bestimmung von Hirnaktivitäten. Somit ließen sich auch einzelne Nervenfasern erkennen. Im Zentrum der Großhirnrinde entdeckten die Wissenschaftler einen Kernbereich, der eine wesentliche Rolle bei der zentralen Steuerung von Denkprozessen spielt. Die Forscher vermuten, dass in diesem Kernbereich Informationen aus verschiedenen Bereichen beider Gehirnhälften zusammenlaufen. Bei der Untersuchung von fünf Freiwilligen beobachtete man merkliche Unterschiede in der Verschaltung der Nervenfasern und stellte entsprechend verschiedene Reaktionsmuster des Gehirns auf äußere Reize fest.
Holger Wintermayr - 2. Jul, 22:29
Ein Team von Wissenschaftlern um den RWTH Professor Martin Zenke erzielte einen wichtigen Fortschritt in der Stammzellenforschung. Den Forschern des Max-Planck-Instituts (MPI) für molekulare Biomedizin und der RWTH Aachen gelang es Zellen von erwachsenen Mäusen schonender und sicherer in ihren embryonalen Urzustand zurückzuversetzen. Ihre neuesten Erkenntnisse sind in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature zu lesen. Um erwachsene Hautzellen in ihren Urzustand zu bringen, genügt es vier Gene in das Erbgut der Zellen einzuschleusen. Dabei benötigte man bisher den Einsatz von Viren. Das Forscherteam konnte nun zeigen, dass für die Reprogrammierung neuraler Stammzellen aus dem Gehirn das Einschleusen von zwei Genen ausreicht. Zusätzlich konnte man den Einsatz von Viren reduzieren und die Reprogrammierung zu neuralen Stammzellen mittels spezifischer Wirkstoffe erzielen. Die Gefahr, dass die durch Viren reprogrammierten Stammzellen an Krebs erkranken, konnte damit deutlich reduziert werden.
Holger Wintermayr - 2. Jul, 22:27
Aachener Wissenschaftler forschen zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich aktuell unter dem Namen Jülich-Aachen-Research-Allianz (JARA) am
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Sie konnten nun nachweisen, dass sich diese psychologisch bedingte Krankheit in Gehirnarealen nachweisen lässt. Das Frontalhirn, das unter anderem die Aufmerksamkeit und Impulskontrolle steuert, ist bei ADHS-Kindern weniger aktiv als bei gesunden Kindern gleichen Alters. Zugleich liessen sich auch verminderte Gehirnaktivitäten im "Striatum" nachweisen - ein Bereich im Gehirn, der unter anderem die Motorik lenkt. Insgesamt leiden rund 5% aller Schulkinder an dem Aufmerksamkeitdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom. Die in ihrem Verhalten motorisch überaktiven Kinder handeln impulsiv und haben Konzentrationsdefizite. "Dank moderner Bildgebungsverfahren ist es heutzutage möglich, dem Gehirn beim Denken zuzusehen" berichtet die Professorin Kerstin Konrad vom Lehr- und Forschungsgebiet Klinische Neuropsychologie des Kindes- und Jugendalters am Uniklinikum Aachen.
Da es bisher nur Medikamente gibt, die entweder vorzugsweise im Frontalhirn oder im Striatum wirken, und nicht in beiden Gehirnbereichen therapeutisch eingreifen, erhoffen sich die Wissenschaftler durch die neuen Forschungen jetzt bessere Erkenntnisse.
(Tobias Schlubach)
Lil - 20. Jun, 16:11
Wer kennt sie nicht, die Kristallschädel, die gerade im aktuellen Indiana Jones Film wieder für Furore sorgen. Man hat mehrere Schädel an verschiedenen Orten im frühen 20 Jahrhundert ausgegraben, die nicht alle die selbe Grösse und Optik haben. Die präzise ausgearbeiteten Schädel aus Bergkristall beflügeln seit dem die Phantasie der Menschen. Dabei werden nicht selten Wahrsager und Astronomen mit der Deutung der Schädel beauftragt. Mittlerweile existieren sogar ganze Vereine, nur um aus den Schädeln heraus zu lesen, dass diese in grauer Vorzeit von Ausserirdischen hergestellt wurden. Da die Urvölker wohl Jahrtausende benötigt haben, um einen solchen herzustellen, kamen es schnell zu Zweifeln an der Echtheit. Es gibt auch die Indianer- Legende des dreizehnten Schädels, der – nach dem dieser gefunden wurde - einen Weltuntergang im Jahre 2012 verhindern sollte. Es gibt jedoch wiedersprüchliche Angaben zwischen den Forschungsberichten und den Erzählungen der Entdecker. Daher ist bis heute unklar, inwieweit es sich um eine Fälschung oder um ein echtes Relikt handelt.
Wer diesen Mythos einmal näher betrachten möchte, schaut unter www.weltgeschehen.minnieur.de
nach, und klickt im Menü „Kulturen" auf das Wort
„Kristallschädel".
(Tobias Schlubach)
Lil - 20. Jun, 15:48
Könnte es sein, dass Kinder mit auffälligem antisozialen Verhalten im Vergleich zu gesunden Kindern auch Veränderungen im Gehirn aufweisen? Unsere Reporterin Lilian Masuhr sprach mit Oberarzt Dr. Timo Vloet aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Uniklinikums Aachen.
Interview
Lil - 7. Jun, 18:38
Tagtäglich sind wir von Werbung umgeben. Sie blinkt uns im Internet an und schimmert über die Mattscheibe.
Doch welchen Einfluss hat die Werbung auf uns Menschen eigentlich? Wie schaffen die Werber es uns ihre Produkte zu verkaufen? Unser Reporter Holger Weist recherchierte...
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Werbungspsychologie
Lil - 20. Mrz, 13:50